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Verwaltung und Politik

Die Regierung von Chile basierte bis zum Staatsstreich im Jahr 1973 auf der Verfassung von 1925. Obwohl auch danach die Verfassung nominal in Kraft blieb, wurden die meisten Klauseln mit der Begründung ausgesetzt, dadurch die Volksdemokratie und ordentliche Gerichtsverfahren garantieren zu können. Eine neue Verfassung wurde zwar 1980 verabschiedet (sie trat im folgenden Jahr in Kraft), die wesentlichen Grundgesetze aber erst 1989 hinzugefügt. Chile ist demnach eine Präsidialrepublik. Die letzte Verfassungsänderung stammt aus dem Jahr 1991.

Exekutive

Die Exekutivgewalt hält der Präsident inne; er wird alle vier Jahre vom Volk gewählt und ernennt das Kabinett. Die ersten freien Präsidentschaftswahlen fanden 1989 statt.

Legislative

In Übereinstimmung mit der Verfassung wählten die Chilenen im Jahr 1989 einen aus zwei Kammern bestehenden Nationalkongress. Das Parlament besteht aus 120 durch Wahl ermittelten Abgeordneten, der Senat umfasst 46 Mitglieder. Alle Bürger über 18 Jahre sind wahlberechtigt.

Judikative

Die höchste richterliche Gewalt wird in Chile vom Obersten Gerichtshof ausgeübt, der aus 16 Richtern besteht. Daneben gibt es im Land 17 Berufungsgerichtshöfe. Die Richter werden auf Lebenszeit vom Präsidenten und auf Empfehlung der obersten Richter ernannt.

Verwaltungsstruktur

Chile ist in 13 Regionen eingeteilt (einschließlich des Großraumes Santiago), und diese sind wiederum in 50 Provinzen untergliedert. Die Gouverneure, die den einzelnen Regionen vorstehen, sowie die Regierungsbeamten der Provinzen werden vom Präsidenten bestimmt.

Politik

Alle politischen Aktivitäten wurden nach dem Militärputsch von 1973 untersagt und bis 1977 strafrechtlich verfolgt. Politische Parteien wurden erst 1987 wieder zugelassen. Die Christdemokraten (Partido Demócratico Cristiano, PDC), die Sozialdemokraten (Partido por la Democracia, PPD), die konservative Nationale Erneuerungspartei (Renovación Nacional, RN) sowie einige sozialistische Gruppen, darunter insbesondere die Sozialistische Partei (Partido Socialista, PS) und die Unabhängige Demokratische Union (Unión Demócrata Independiente, UDI) nahmen an den Wahlen von 1989 teil und teilten den Hauptanteil der Parlamentssitze unter sich auf, wobei die PDC und die RN dominierten. Bei den Wahlen von 1993 kam es kaum zu Veränderungen, nur der Anteil der PS nahm deutlich ab.

Verteidigung

In Chile ist für alle Männer ab 18 Jahren ein einjähriger Militärdienst bei der Armee oder ein zweijähriger bei Marine oder Luftwaffe Pflicht. Das Militär umfasst etwa 91 800 Soldaten, von denen 54 000 Mann in der Armee, 25 000 in der Marine und 12 800 in der Luftwaffe dienen.